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Thursday, der 27. September 2018

Rückblick Case Story 2018

Nachdem wir vor 2 Jahren zu Gast in Wien waren, ehrte es uns sehr, dieses Jahr je eine Delegation unserer Verbandskolleginnen und -kollegen von FIABCI-AUSTRIA und -GERMANY begrüssen zu dürfen. Das Programm teilte sich auf 2 Tage auf. Am Donnerstagnachmittag wurde den Teilnehmern an einem 2-stündigen, geführten Stadtspaziergang zum Thema „Zürcher Architektur – prägende Baukunst die Architektur von der Romanik bis zur Moderne“ nähergebracht.

Erster Treffpunkt unserer trinationalen Gruppe war das Landesmuseum in Zürich, das meistfrequentierte kulturhistorische Museum der Schweiz. Mit seinem alten fast burgähnlichen Gebäudeteil (Baujahr 1898; Architekt: Gustav Gull) und dem futuristischen Erweiterungsbau (Eröffnung Juli 2016; Architekturbüro Christ & Gantenbein), der mit seiner Form und seinen bullaugengleichen Fenstern einem Schiff ähnelt, schlägt es eine Brücke zwischen den Jahrhunderten.

Im Anschluss nahmen wir den Zürcher Hauptbahnhof (Baujahr 1871; Architekt: Jakob Friedrich Wanner) näher unter die Lupe, mit knapp 3.000 Zugfahrten pro Tag ist er der grösste Bahnhof der Schweiz. Danach zog es uns über die Bahnhofstrasse, am Globus-Warenhausgebäude (Baujahr 1967; Architekt: Karl Egender) vorbei zum Lindenhof, von dem es einen einzigartigen Blick über das Zürcher Niederdorf gibt. Schliesslich gelangten wir zum Grünenhof (Baujahr 1991; Architekt: Theo Hotz), ein beachtenswertes filigranes Konferenz- und Veranstaltungsgebäude der UBS, das im Rahmen eines Verdichtungsprojekts entstand, dann zum Grieder-Haus, welches ab 1910 im hanseatischen Renaissance-Stil erbaut wurde sowie zum zentralen Paradeplatz, dem Herzen der Finanzindustrie in der Limmatstadt.

Das anschliessende gemeinsames Nachtessen in historischem Kontext in der Altstadt von Zürich bot dann eine exzellente Gelegenheit, mit Kollegen aus dem benachbarten Ausland das Netzwerk zu pflegen. Hierzu begaben wir uns in das 2010 detailgetreu wiederaufgebaute Zunfthaus zur Zimmerleuten, das 2007 einem Brand zum Opfer gefallen war. Dank Wiederaufbau versprüht es auch heute noch mit seinem Kennzeichen, dem roten Adler, den Geist der Zürcher Zünfte, die ihre Stammhäuser am Ufer der Limmat vor langer Zeit einrichteten. Den Abschluss des Tages bildete schliesslich ein Gang durchs spätabendliche Niederdorf.

Am Freitag 21. September 2018 wurde das diesjährige Leitthema der Case Story «Betreiberimmobilien» im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern aufgenommen. Zu Beginn begrüsste Herr Stadtrat Adrian Borgula, Stadt Luzern, die Anwesenden und informierte auch über die Beziehung der Stadt Luzern zur Stadtplanung und zum Verkehrshaus der Schweiz. Die Herren Thomas Barthels, CFO, und Michael Kretz, Architekt Verkehrshaus, boten den FIABCI-Mitgliedern und -Gästen einen vertieften Einblick in die Herausforderungen des mit über 500‘000 Eintritten pro Jahr meistbesuchten Museums der Schweiz. Nebst einer kurzen Einführung in die Geschichte des Baus wurden während eines Rundgangs die baulichen Gegebenheiten aufgrund des IST-Zustands aufgezeigt sowie anschliessend Konzepte und Projekte für Neubauten detailliert und unter verschiedenen Gesichtspunkten vorgestellt.

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